Artikel getaggt mit ‘Miniatur Wunderland’

27. August 2010

Hamburg Teil 1 / Freitag, 20. August

Seit Samstagnacht bin ich wieder da, da muss es doch mal langsam einen Eintrag geben! ;)

Der Tag fing früh an, wenngleich auch nicht so früh wie ich dachte. Geplant war halb vier aufstehen, am Ende war es halb fünf. Laune eher mäßig. Auf dem Bahnhof war meine Laune dann schon besser, ich bekam einen wunderschönen Sonnenaufgang zu sehen. Leider hatte ich nicht mehr so viel Zeit, sonst hätte ich ja glatt ein Foto davon gemacht. Auch während der Zugfahrt konnte ich mir den weiter ansehen, war echt schön. Schlafen hätte ich trotz so wenig Schlaf nicht gekonnt. Ansonsten verlief die Zugfahrt ruhig und war eigentlich schnell rum. Nur dass auf der Strecke Leipzig – Berlin direkt vor mir so eine Frau sitzen mussten (bis Berlin waren wir keine 10 Leute, wieso musste die direkt vor mir sitzen?!) die sich ständig umdrehte und mich böse anfunkelte ging mir auf die Nerven. Mal wirklich: ich war leise. Das Handy war leise und die Musik auch. Es wurde nicht telefoniert und ich habe auch niemanden mit meinem Gequäke belästigt obwohl mir sehr danach war. (Soll heißen, ich wollte am liebsten aufspringen, rumhüpfen und Texte mitgröllen.)
Erleichtert dass sie schon nach einer knappen Stunde ausgestiegen ist, kam der nächste Fahrgast auf den ich gerne verzichtet hätte. Ein … älterer Herr der einen penetranten Geruch nach abgestanden Alkohol mit sich brachte. Igitt. Der wechselte während der Fahrt zum Glück noch den Wagon.

Und dann war es auch schon soweit: Hamburg. Die Leute guckten etwas komisch als die Lautsprecheransage kam: “Bitte suchen Sie Ihr Gepäck zusammen und achten Sie darauf alles mitzunehmen.” und ich erst mal was aus der Tasche holte. Den trotz Bildern und einem Webcam-Chat wollten wir uns auf jeden Fall finden. Dafür müsste ein Plüsch-Moudsche von mir herhalten. Stolze 34cm und leuchtend Pink (es ist ein er und er heißt Freddy – von dem bekommt ihr auch noch was zu sehen!). Und plötzlich stand ich ihr Gegenüber. Chrissly stand in Fleisch und Blut da, zum anfassen. Es war kein Tippen nötig um mich mit ihr zu unterhalten, dafür musste ich einfach den Mund aufmachen. Irgendwie war das merkwürdig, irgendwie kam es mir aber auch wie das normalste der Welt vor. Und nachdem die kleine Reisetasche (wie manch einer sie zum Sport benutzt) verstaut war, ging es gleich auf zum Miniatur Wunderland. Mit einem kleinen Umweg (“Natürlich alles geplant, damit du gleich was von Hamburg siehst!”) gelangten wir dahin, wo ich Chrissly an der Kasse erstmal dreist auch als Sachse ausgab. “Ist das euer erster Besuch im Miniatur Wunderland?” – “Nein.” – “Und aus welchem Bundesland kommt ihr?” – “Sachsen!” Ich hoffe, sie hat mir das nicht übel genommen. ;) Und nachdem die Taschen abgegeben waren stürzten wir uns ins Gewühl. Ein bisschen Planlos schlenderten wir also durch und waren überrascht wie viele Besucher doch da waren. Das es da voll ist war mir klar. Auch dass man mal warten muss um mal weiter zu kommen. Aber nicht dass es so voll sein würde. Lauter Familien und ältere Menschen drängten sich da auf kleinsten Raum weil jeder was sehen wollte. Stellenweise ging es, meistens hatte man auf 1×1 m² mal eben acht Menschen. Erst sind wir an diesen Trauben einfach vorbei mit dem Satz: Gehen wir später noch mal hin, wir haben doch Zeit!” aber es wurde nur noch voller. Woher die Leute alle kamen – keine Ahnung. Es war jedenfalls schlimm, die Luft ebenfalls, also beschlossen wir nach 1 1/2 Stunden dass ganze zu lassen. Dadurch haben wir vieles nicht gesehen (das meiste von Amerika z.B gar nicht), aber alles in allem hat es trotzdem Spaß gemacht. So langsam legte sich auch meine Aufregung darüber, wirklich in Hamburg und wirklich den Tag mit Chrissly zu verbringen. Deswegen hatte ich im MiWuLa öfter mal Hänger und habe verwackelte Bilder. Zum Glück hat der Mentor mich abgehalten alle verwackelten wegzuschmeißen, wodurch es immerhin noch über 160 Bilder alleine vom MiWuLa sind und etwa 10 außerhalb davon. Ein paar davon sind wirklich was geworden und davon werdet ihr wiederrum welche zu sehen bekommen. Den Rest des Tages, der leider nur noch bis drei Uhr ging weil Chrissly spontan eingeplant wurde (was haben wir geflucht!), verbrachten wir an der Alster. Das war echt total schön und wir haben viel geredet, gewitzelt, geblödelt und festgestellt: Ja, auch so in “echt” verstehen wir uns sehr gut. Begleitet wurden wir dabei von einem Polizeichor, was wir unglaublich faszinierend fanden. Die Menschen sahen immer noch aus wie Polizisten, aber irgendwie auch mehr wie… Pfadfinder, fand ich.
[Noch] Nähere Ausführungen gibt es an der Stelle nicht mehr, das ist mir dann zu privat. ;) Und wird euch auch gar nicht so interessieren, also kommen wir zu dem Interessanten: die Bilder!

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